Bisher schlief unser Kind in unserem Zimmer. Vom Tag seiner Geburt an war es in oder an meinem Bett und des Nächtens somit immer in meiner unmittelbaren Nähe. Erst das BabyBay, dann das Gitterbettchen an Mamas Bettseite, dann an der Wand neben meiner Bettseite. Meist schlief Punzelzart in seinem Bettchen ein und kam dann im Laufe der Nacht, mal früher, mal später zu uns. So war es für mich, v.a. zu Stillzeiten wesentlich leichter, weil ich nicht erst schlaftrunken ins nächste Zimmer wanken mußte. Und da wir Glück hatten und in der Nacht, im Gegensatz zum Tag ;-), kaum Geschrei herrschte, konnte auch mein Mann meistens weiter schlafen.
Hinzu kam, dass wir es unendlich genossen, unseren Kleinen bei uns zu haben. WEnn einer von uns Eltern dagegen gewesen wäre, hätte es wohl zu großes Konfliktpotential gegeben. Aber da Mutter wie Vater davon überzeugt waren, dass die nächtliche Nähe zum Kind mit das schönste ist, was es gibt, war die Schlaferei meist sehr harmonisch. Natürlich wurde es mit zunehmender Größe und Aktivität des Kindes manchmal ungemütlich, eng oder nervig. V.a für mich weil ich meistens nicht meine eigene Schlafposition einnehmen konnte bzw. kann, sondern immer auf einer Schulter und Arm meinen Sohn liegen hatte/habe, der sich im Schlaf wie eine Zecke an mich schmiegt(e)…aber gerade auch das war es, was ich oft sehr genoß. Auch das nächtliche Kichern im Traum oder in letzter Zeit mehr und mehr Reden im Schlaf gehören zu den Dingen, die ich ungern verpaßt hätte, wenn der Kleine in seinem Zimmer schläft und wir es dann gar nicht mitbekommen hätten.
Doch heute hat Punzelzart beschlossen, er würde gern in seinem eigenen Zimmer schlafen. Gut, natürlich. Wenn die Zeit reif dafür ist, dann los. So wurde das große Bett (mein altes Kinder- und Jugendbett) bezogen und mit den wichtigsten Stofftieren bestückt und der Junge legte sich anfangs sehr selbstverständlich ins neue Bett. Nach einigem hin und her, das nicht wesentlich von dem üblichen Verzögerungstaktiken abweicht, scheint nun Ruhe zu herrschen. Spät genug wärs ja nun auch…
Ich bin gespannt, wie lange er dort verweilen wird und ob es nun tatsächlich dabei bleibt. Ein bißchen wehmütig wird mir schon bei dem Gedanken und ich kann mir noch nicht vorstellen, wie ich heute einschlafen soll, sollte das Kerlchen nach wie vor im eigenen Bettchen liegen, wenn ich mich nachher hinlege…
Aber gut, über zwei Jahre Familienzimmer und Bett sind eine lange Zeit. Von mir aus kann eine Änderung kommen, ich bin (fast) bereit!
